Drei Siege für Jonas Gottwald bei der Buffalo Regatta in Südafrika

18. Februar 2016 | Von | Kategorie: Leistungssport

East London. Bei der 127. Auflage der traditionsreichen Buffalo Regatta in Südafrika gewann unser Mitglied Jonas Gottwald das prestigeträchtige Rennen um den Panmure Plate im gesteuerten Männer-Vierer. Der 19-jährige Mündener absolviert gerade ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in der niedersächsischen Partnerprovinz Ost Kap (Eastern Cape) am anderen Ende der Welt.

Jonas ging bei der Buffalo Regatta für den südafrikanischen Leander Rowing Club an den Start. Nachdem sein Einerfinale aufgrund eines Unwetters ausgefallen war, lenkte der ehemalige Steuermann des Dreiflüsse-Vierers den Riemenvierer des südafrikanischen Traditionsclubs mit Schlagmann Dave Hartwanger, Graeme Baker, Jeff Jackson und Kurt van Aardt im Bug zu einem souveränen Start-Ziel-Sieg vor den Booten des Old Edwardian Boat Club und der University of Johannesburg. „Die haben wir ordentlich nass gemacht“, freut sich Jonas, der mittlerweile zu den Routiniers an den Steuerseilen gehört. Daneben fuhr der Mündener auch mit zwei weiteren Leander-Vierern zum Sieg. Zu Hause in Deutschland drückte Heimtrainer Thomas Kossert fest die Daumen: „Da die Buffalo Regatta nicht auf einem stehenden Gewässer, sondern auf einem Fluss ausgetragen wird, kommt dem Steuermann eine große Bedeutung zu“, erklärt der MRV-Coach.

Die Buffalo Regatta wird seit 1879 auf dem gleichnamigen Buffalo River in Südafrika ausgetragen. Der Leander Rowing Club wurde 1881 gegründet und zählt zusammen mit dem Buffalo Rowing Club (1875) zu den größten und erfolgreichsten Rudervereinen Südafrikas. Heute teilen sich die Lokalrivalen ein Bootshaus am Buffalo River, der nur einige hundert Meter stromab in den Indischen Ozean mündet. Im Rahmen seines FSJ gibt Jonas Sportunterricht an der Parkside Primary School, wo er aktuell auch eine Ruder-AG für die Kinder aus dem Township aufbaut. Rudern hat in der ehemaligen britischen Kolonie Südafrika einen hohen Stellenwert – allerdings vor allem bei der weißen Bevölkerung. Bei den Olympischen Spielen 2012 gewann der leichte Männervierer Südafrikas Gold und schrieb damit Geschichte: es war die erste Goldmedaille für den südafrikanischen Ruderverband und gleichzeitig holte mit Schlagmann Sizwe Ndlovu erstmals ein Schwarzafrikaner eine Goldmedaille im Rudersport.