Dreiflüsse-Vierer im Finale der U17-Meisterschaften

24. Juni 2013 | Von | Kategorie: Leistungssport

Vom 20. bis 23. Juni fanden auf dem Fühlinger See die kombinierten Deutschen Meisterschaften der Altersklassen U17, U19 und U23 statt. Erstmals seit der Wiedervereinigung nahm auch wieder ein Großboot des MRV erfolgreich an dieser größten Regatta Deutschlands teil. Der Dreiflüsse-Vierer sicherte sich Platz sechs in der deutschen Gesamtwertung, während Lucas Rogge nur knapp den Sprung unter die besten zwölf verpasste.

Den Auftakt des viertägigen Regattamarathons bildeten die Vorläufe der B-Junioren. Der Dreiflüsse-Vierer musste dabei gleich zu Beginn gegen den Topfavoriten aus Potsdam antreten. Bereits vom Start an hatten die von der vierfachen Olympiasiegerin Kathrin Boron trainierten Brandenburger den Bugball vorn und kontrollierten das Rennen nach Belieben. Der Mündener Vierer fuhr als dritter hinter der neu formierten Renngemeinschaft aus Würzburg und München über die Ziellinie und zog damit direkt ins Halbfinale am Samstag ein. Hier ging es erneut gegen die Potsdamer und den mitfavorisierten Doppelvierer vom SC Magdeburg, der das Rennen vor den Havelstädtern gewann. Das Mündener Quartett lieferte sich mit der sächsischen Renngemeinschaft aus Dresden, Pirna und Laubegast einen spannenden Kampf um den dritten Platz, den der Dreiflüsse-Vierer am Ende mit drei Sekunden Vorsprung für sich entscheiden konnte. Damit war das MRV-Paradeboot direkt für das Finale am Sonntag  qualifiziert. Der sichtlich gerührte Trainerneuling Thomas Kossert kommentierte: „Das war ein phänomenales Rennen! Ich ziehe meinen Hut vor dem Kampfgeist und der Leistung meiner Mannschaft.“

Nach diesem Pflichtsieg folgte am Sonntag die Kür für die vier von Jonas Gottwald gesteuerten MRV-Athleten. Unter den Augen der zahlreichen aus Münden angereisten Fans ging es am Finaltag nochmals gegen Potsdam und Magdeburg, drei starke Renngemeinschaften aus Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Bayern komplettierten das Feld. Obwohl sich die Südniedersachsen im Vergleich zum Vortag erneut um drei Sekunden verbessern konnten, reichte es am Ende nur für den etwas undankbaren sechsten Platz, während sich der RC Potsdam den Titel sicherte. Dennoch überwog bei Mannschaft, Trainer und Fans die Freude über das Erreichte. „Die Mannschaft hat gezeigt welches Potential in ihr steckt und dass auch in den kommenden Jahren mit ihr zu rechnen sein wird“, bilanzierte Kossert glücklich.

Auch Vierer-Ersatzmann Lucas Rogge trug seinen Teil zum guten Gesamteindruck der Mündener Flotte bei. Mit einem souveränen Vorlaufsieg qualifizierte sich das Mündener Leichtgewicht im Einer ebenfalls direkt für das Halbfinale. Hier erwischte Rogge jedoch einen sehr schweren Lauf und verpasste mit einer Zeit, die in den anderen Halbfinals bequem für den Einzug ins kleine Finale gereicht hätte, nur knapp die Qualifikation für das Rennen um die Plätze sieben bis zwölf.