Medaillenränge knappt verpasst

14. Oktober 2013 | Von | Kategorie: Leistungssport

Der MRV verpasst bei den 17. Deutschen Sprintmeisterschaften in Münster im gesteuerten Doppelvierer der B-Junioren knapp die Medaillenränge. Fünf quälend lange Minuten brauchten die Wettkampfrichter am Sonntag für die Auswertung des Zielfotos. Erst danach war klar: es hat nicht für eine Medaille gereicht! In einem packenden Finale fehlten dem Dreiflüsse-Vierer am Ende sieben Hundertstelsekunden auf Platz drei.

Entsprechend groß war die Enttäuschung bei den vier von Helene Dippel gesteuerten Athleten als ausgerechnet der Lokalrivale aus Kassel am Siegersteg anlegen durfte, um die begehrte Bronzemedaille in Empfang zu nehmen. Nach dem sechsten Platz bei den Deutschen U17-Meisterschaften und Platz 5 im Bundesfinale des Schulsportwettbewerbs „Jugendtrainiert für Olympia“ (JtfO) ist dieser vierte Platz ein weiterer großer Erfolg für die von Thomas Kossert trainierte Mannschaft. „Dennoch werden wir noch einige Zeit brauchen, um uns richtig über diese tolle Platzierung freuen zu können“, bringt der MRV-Coach die Stimmung nach dem Rennen zum Ausdruck. Dafür sei man einfach zu knapp an den Medaillenrängen vorbei geschrappt.

Noch im Vorlauf am Samstag sah das ganz anders aus. Mit einer Sekunde Rückstand auf den Vorjahreszweiten aus Witten kam das Flaggschiff des Mündener Sports lediglich als zweites über die Ziellinie und musste sich über den Hoffnungslauf für das Finale qualifizieren. Auch hier lief es für den Mündener Viertakter alles andere als rund, so dass man sich dem starken Boot aus Dortmund geschlagen geben musste. Spätestens danach war allen klar, dass auch das von Experten hoch gehandelte Boot aus der Dreiflüssestadt nichts mit der Medaillenvergabe zu tun haben würde. „Wir konnten den Ausfall von Niklas Scheler in der kurzen Zeit seit dem JtfO-Finale in Berlin nicht kompensieren“, kommentiert Kossert die veränderte Ausgangslage.

Dementsprechend trauten die mitgereisten Eltern und Fans ihren Augen nicht, als sich die Mannschaft des MRV hinter den Booten aus Witten und Essen einen packenden Bord an Bord-Kampf um Platz drei mit den Vierern aus Kassel und Dortmund lieferte, der letztlich im Foto-Finish entschieden werden musste.

Doch auch ohne Edelmetall können Mannschaft und Trainer stolz und zufrieden auf die bislang erfolgreichste Saison in der hundertjährigen Vereinsgeschichte zurückblicken, denn noch nie zuvor ist ein Großboot des Vereins gleich in drei nationalen Endläufen vertreten gewesen. Nach Platz sechs, fünf und vier wolle man in der nächsten Saison dann die Zahlenreihe logisch fortsetzen und endlich auch auf dem Treppchen landen, verspricht Kossert zuversichtlich.

Ergebnis A-Finale, JM 4x+ B:

  1. Ruder-Club Witten, 1:00,76 min
  2. Essener Ruderregattaverein, 1:01,05 (+ 0,29)
  3. Schulruderzentrum Kassel, 1:01,97 (+ 1,21)
  4. Mündener Ruderverein, 1:02,04 (+ 1,28)
  5. Ruder-Club „Hansa“ Dortmund, 1:02,57 (+ 1,81)
  6. Ruderverein Waltrop, 1:04,50 (+3,74)