MRV-Duo fährt zwei Mal ins Finale der DJM

30. Juni 2014 | Von | Kategorie: Leistungssport

Brandenburg. Vier Tage währte der Regattamarathon der Deutschen Jahrgangsmeisterschaften U17/U19/U23, die in der vergangenen Woche auf dem Beetzsee in Brandenburg an der Havel ausgetragen wurden. Mehr als 1.200 Ruderer kämpften bei guten und fairen Wasserbedingungen um den Deutschen Meistertitel in den verschieden Boots- und Altersklassen. Für den MRVgingen Friso Kahler im Riemenvierer mit Steuermann und Niklas Scheler im Doppelzweier und -vierer an den

Zusammen mit seinen Mannschaftskameraden Maximilian Gümpel, Moritz Quast und Florian Wissel aus Hameln wollte Friso gleich im Vorlauf an die sehr guten Leistungen der vorangegangenen Regatten anknüpfen. Nach einem zögerlichen Start hatten die vier von Johanna Reinhardt gesteuerten Niedersachsen jedoch Mühe, den Anschluss an das Feld zu finden und landeten am Ende nur auf Rang drei. Somit musste die Renngemeinschaft (Rgm.) am Freitag im Hoffnungslauf nachsitzen, um doch noch das ersehnte Finalticket zu lösen. Am Finalsonntag kämpfte sich der niedersächsische Viertakter durch einige beherzte Zwischenspurts bei der 1000-Meter-Marke bis auf die vierte Position vor und hatte stets Tuchfühlung zum Bronzerang. Erst kurz vor dem Ziel wurden die vier B-Junioren von der Rgm. Münster/ Dortmund überspurtet und landeten damit am Ende auf Rang fünf.

Ebenfalls Platz fünf belegten Niklas Scheler und sein Hamelner Zweierpartner Max Kölling im Vorlauf des U19-Doppelzweiers. Damit musste auch dieses Duo am Freitag noch einmal im Hoffnungslauf antreten. Mit einer Zeit, die im zweiten Hoffnungslauf bequem für den Sieg gereicht hätte, überquerten Niklas und Max als Dritte die Ziellinie und verpassten damit denkbar knapp den Einzug ins Halbfinale.

Entsprechend ging der Mündener mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch nur wenige Stunden später im Hoffnungslauf des niedersächsischen U19-Doppelvierers an den Start. Hier bretterten die Niedersachsen regelrecht aus den Startschuhen und führten das Rennen bis zur 500-Meter-Marke an. Erst danach konnte die Rgm. um den Dresdner Weltmeister Hannes Redenius seiner Favoritenstellung gerecht werden und die Führung erobern. Entsprechend selbstbewusst gingen die vier niedersächsischen Kadersportler am Sonntag in das große Finale, zumal Schlagmann Jannik Menke (Hannoverscher RC) sich wenige Stunden zuvor die Silbermedaille im Einer gesichert hatte. Die Niedersachsen fuhren lange gut mit und bliesen 500 Meter vor dem Ziel noch einmal zum Angriff: mit mehreren Druckspurts schoben sie sich zeitweise auf den dritten Platz vor und konnten erst kurz vor dem Ziel wieder vom Vierer um Redenius eingefangen werden.

Trotz dieses etwas undankbaren vierten Platzes zog unser Coach Thomas Kossert eine durchweg positive Bilanz: „Wir haben mit dem zweimaligen Einzug ins A-Finale unser Saisonziel erreicht. Sowohl Friso als auch Niklas waren an den Medaillenrängen dran und ich werde alles dafür tun, damit der MRV im nächsten Jahr endlich wieder auf dem Treppchen einer Deutschen Meisterschaft stehen wird.“