Dreiflüsse-Vierer schon fast auf Augenhöhe

6. Mai 2013 | Von | Kategorie: Leistungssport

„Attention – go!“, hieß es am vergangenen Wochenende erstmals für sechs Sportler des Mündener Rudervereins bei der Internationalen Juniorenregatta auf der Münchener Olympiastrecke in Oberschleißheim. Fast 2000 Teilnehmer in mehr als 800 Booten waren aus 13 Nationen angereist und machten die Regatta damit erneut zu einer inoffiziellen Europameisterschaft. Entsprechend hochklassig waren auch die Rennen besetzt, so dass die MRV-Athleten gleich im ersten Rennen alles geben mussten. Bastian Trinsch und Niklas Scheler fuhren im Junior B-Doppelzweier auf einen sehr guten dritten Platz hinter den starken Booten des RC Potsdam und des Landesruderverbandes Mecklenburg-Vorpommern. In der zweiten Abteilung der gleichen Bootsklasse holten Lucas Rogge und Friso Kahler ebenfalls Bronze hinter dem slowenischen Sieger aus Maribor und den zweitplatzierten Magdeburgern. Am späten Nachmittag schlug dann endlich die Stunde des Mündener Dreiflüsse-Vierers mit Schlagmann Bastian Trinsch, Niklas Scheler und Vincent Bischoff im Mittelschiff, Bugmann Friso Kahler und Steuermann Jonas Gottwald. Bei optimalen Wetterbedingungen lieferte sich das Paradeboot des MRV ein packendes Rennen mit dem Vierer des Berliner Landesruderverbandes. Trotz eines starken Endspurts reichte es für die Mündener jedoch nur für Platz zwei hinter dem Hauptstadtvierer. Gleich im Anschluss fuhr auch Ersatzmann Lucas Rogge sein Rennen im Leichtgewichts-Einer und sicherte sich Platz drei hinter dem Koblenzer Paul Stein und Maximilian Gronau von der RG München 1972.

Am zweiten Regattatag wurden die Rennen nach den Ergebnissen des Vortages gesetzt, so dass es im B-Finale der Doppelzweier zu einem Mündener Vereinsduell kam. Trinsch und Scheler fuhren dabei hinter dem starken österreichischen Boot vom WSV Ottensheim als zweite ins Ziel, während es für Rogge und Kahler hinter den Booten aus Mecklenburg-Vorpommern und Zagreb nur für Platz fünf reichte. Bei starkem Gegenwind konnte dann der Dreiflüsse-Vierer im A-Finale nicht seine ganze technische Klasse ausspielen und landete hinter Potsdam, Magdeburg und Berlin auf dem undankbaren vierten Platz. Lucas Rogge, der sich aufgrund seiner guten Zeit ebenfalls für das A-Finale qualifiziert hatte, hatte trotz eines fulminanten Endspurts erneut das Nachsehen gegen Stein und Gronau und sicherte sich abermals Bronze.

MRV-Trainer Thomas Kossert zeigte sich entsprechend zufrieden mit der Leistung seiner Sportler: „Nach mehr als 20 Jahren ist der MRV endlich wieder zurück in der deutschen Spitze!“ Man sei zwar noch nicht ganz auf Augenhöhe, könne aber bereits gut mithalten. „Wenn man bedenkt, dass es sich bei den anderen Vierern um drei handverlesene Boote aus Olympiastützpunkten handelt, ist die Leistung unserer zusammengewürfelten Mündener Truppe mehr als beeindruckend“, kommentiert der Coach die Leistung seines Dreiflüsse-Vierers. Am übernächsten Wochenende wird es zu einem erneuten Aufeinandertreffen der Doppelvierer in Köln kommen und Kossert hofft dabei weitere wichtige Sekunden auf die Konkurrenz gutmachen zu können.